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Benimmregeln und Grundsätze

Was gibt es zu beachten? Bestattungen erfolgen in Deutschland im Allgemeinen als Erdbestattung, im Sarg in einem Grab, oder als Feuerbestattung: Kremation der Leiche in einem Sarg und Beisetzung der Urne. Seltener: als Seebestattung und in weiteren Formen, denen jeweils die Kremation vorausgeht.

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Die Trauerfeier bei Feuerbestattungen kann mit Sarg (vor der Einäscherung) oder auch mit Urne (nach der Einäscherung) stattfinden und sie kann auf unterschiedliche Art enden. Am Dreifaltigkeitsbergfriedhof in Regensburg bleibt der Sarg am Ende der Feierlichkeiten stehen und jeder einzelne kann an den Sarg treten und sich verabschieden. Oder aber der Sarg wird im Beisein des Geistlichen und der Trauergäste hinausgefahren. Auch in dieser Situation sollte man respektieren, wenn Angehörige nicht wünschen, dass man ihnen kondoliert.
Die Urne wird oftmals nur im engsten Kreis beigesetzt. Wenn Sie dazu nicht extra eingeladen wurden, sollten Sie auch nicht erscheinen.

Im Grundsatz gilt: Einladungen, auch wenn formlos, ergehen prinzipiell nur an die eingeladene Person oder eine bestimmte Gruppe (z.B. Familie). Das hat seinen guten Grund: Als Gastgeber möchte und soll man das Gesetz des Handelns in der Hand behalten, also Zahl und Art der Gäste selbst bestimmen. Wenn Sie also Ihren Freund (oder andere Personen) mitnehmen möchten, müssen Sie unbedingt vorher bei den Gastgebern um Erlaubnis fragen, das gebietet der Respekt: Eine private Einladung, für die der Gastgeber Kosten und Logistik einsetzt, sollte nicht mit einer anonymen öffentlichen Lustbarkeit verwechselt werden, wo jedermann nach Belieben kommen und gehen kann.

Bei einer klassischen gedruckten Einladung ist es üblich, den Namen der eingeladenen Person von Hand einzufügen. Unterschrieben wird eine solche Karte nicht, wenn sich aus dem Text ergibt, wer einlädt. Dankeskarten sollten möglichst nicht gedruckt werden, sondern jeder Schenker mit einem persönlichen Handschreiben bedacht werden. Nur wenn dies absolut nicht möglich ist, sollte jeder Karte ein persönlicher Satz mit einer Unterschrift zugefügt werden.

Unangemeldete Besuche sind grundsätzlich ein No Go in einer Zeit, in der viele Menschen nachts arbeiten und am Tage schlafen, oder manche am hellerlichten Nachmittag in der Badewanne liegen und Küche und Treppe zur Nachtzeit putzen. Dies gilt insbesondere für Feiertage, die viele Menschen zu einem dolce far niente im Schlafrock als Ausgleich für den alltäglichen Stress nutzen. So ist eine kurze telefonische Anfrage in aller Regel unerlässlich und eine Absage klaglos zu akzeptieren. Nur Nachbarn, zu denen man einen intensiven persönlichen Kontakt pflegt, sich auch mit Butter, Geld oder Katzenstreu gegenseitig aushilft, dürfen auf Gnade hoffen, weil sie ohnehin wissen, wann sie unangemeldet stören dürfen. Heilig Abend ist daher der denkbar schlechteste Moment für Überraschungsbesuche, denn allgemein herrscht an diesem Tag bis Ladenschluss in deutschen Haushalten eher das Chaos: Vom Erwartungsdruck gestresste Kinder, ein vom Last-Minute Shopping gereizter Familienvater, eine um Gans oder Braten besorgte Mutter und die alle Jahre wiederkehrende Kontroverse, dass der Weihnachtsbaum vom letzten Jahr viel schöner gewesen sei. Unter diesen Umständen ist als unerwarteter Besucher nur noch der Patenonkel tragbar, der bei laufendem Motor doch noch das Geschenk für den Jüngsten an der Haustür abliefert.

In den christlichen Kirchen tragen Herren keine Kopfbedeckung. Das gilt auch allgemein in geschlossenen Räumen.

Bei der Beisetzung von Ehepaaren in einem Gemeinschaftsgrab liegt die Ehefrau traditionsgemäß links, der Ehemann rechts.

Erhält man eine Todesanzeige, so sollte man derjenigen Person unter den Hinterbliebenen, der man am nächsten steht, einen Kondolenzbrief schreiben.
Dies hat auf gutem weißem Papier handschriftlich mit Tinte zu erfolgen. Trauerpapier mit schwarzem Rand ist den Hinterbliebenen vorbehalten.
Bei der Formulierung sollten Banalitäten ebenso wie (echtes oder falsches)
Pathos unbedingt unter bleiben. Trauerpost wird oft immer und immer wieder gelesen und sollte so vor allem den Angehörigen Trost spenden. Auf die eigene Trauer kommt es in diesem Zusammenhang nur sehr begrenzt an.

Häufig erbitten die Hinterbliebenen statt Blumen eine Geldspende für einen
gemeinnützigen Zweck, der dem Toten und/oder den Hinterbliebenen besonders am Herzen liegt. Dieser Bitte sollte man im Rahmen der eigenen Möglichkeiten durch Überweisung auf das angegebene (Sonder-) Konto folgen.
Das Beilegen von Geldscheinen zu einem Kondolenzbrief scheint fallweise vorzukommen, ist aber geschmacklich fragwürdig.

Kränze, Gestecke und Sträuße können vorab bei einer Gärtnerei bestellt und dann rechtzeitig angeliefert werden. Erlaubt ist aber auch, den Blumenschmuck selbst neben dem Sarg abzulegen.

An einer Beerdigung kann jeder teilnehmen, der eine Todesanzeige erhalten hat, auf der Ort und Zeit der Besetzung angegeben sind. Eine gesonderte Einladung ergeht nicht.

Die Bekleidung hat für Herren und Damen gleichermaßen zwar nicht unbedingt schwarz, aber doch sehr dunkel zu sein. Das Hemd/ Bluse ist auf jeden Fall weiß und die Krawatte schwarz, ebenso Strümpfe und Schuhe.
Kurze Ärmel und unbekleidete Beine sind stillos, ebenso auffälliger schriller Schmuck.
Bei großen und gehobenen Beerdigungen kann auch Cut oder Stresemann getragen werden. Eine Kopfbedeckung (mit Schleier) ist nur den weiblichen Angehörigen erlaubt.

Nach der Beisetzung begeben sich die Teilnehmer in ein möglichst nahe gelegenes Restaurant, wo ein Imbiss o.ä. angeboten wird. Dieser Brauch beruht darauf, dass die Angehörigen nicht sofort allein gelassen werden sollen. Während dieser Zeit (ca. 2 Stunden) wird das Grab von der Friedhofsverwaltung zugeschüttet und mit den Kränzen und Gestecken abgedeckt, so dass die Möglichkeit besteht, nach dem Leichenschmaus noch einmal an dem nun verschlossenen Grab vorbeizugehen.

Üblicherweise (Abweichungen sind jedoch möglich) findet sich die Trauergemeinde in der Aussegnungshalle zu einem Gottesdienst zusammen, wobei der Sarg vor dem Altar steht. Für Verstorbene, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, kann ein professioneller Redner oder ein guter Freund des Verstorbenen die Ansprache übernehmen.

Für eine Erdbestattung wird danach der Sarg von Angestellten der Friedhofsverwaltung zur Grabstelle gebracht, wobei der Pfarrer/ Priester als Erster hinter dem Sarg geht, gefolgt von den nächsten Angehörigen, Freunden, Kollegen etc.
Dort wird noch eine kurze Rede gehalten und der Sarg dann entweder von den Sargträgern, oder aber auch von nahen Verwandten/ Freunden des Verstorbenen in die vorbereitete Grube herabgelassen.

Eine Urnenbeisetzung kann aus nahe liegenden Gründen nicht sofort nach der Trauerandacht erfolgen und findet zu einem späteren Zeitpunkt meist in einem kleinen Kreise statt.

Anschließend gehen in der o.g. Reihenfolge die Teilnehmer an dem offenen Grab vorbei und werfen von der dort in einem Kübel bereitstehenden Erde bis zu drei kleine Schaufeln voll neben den Sarg. Es können auch Blumen oder Blüten sein.
Danach geht man an den Hinterbliebenen vorbei und drückt ihnen seine Anteilnahme aus. Dies kann stumm, mit einigen kurzen Worten oder auf sonstige Weise erfolgen. Die gewählten Worte sind nicht so entscheidend wie der Ausdruck echter Anteilnahme

Das Ritual der Bestattung orientiert sich wesentlich an der Zugehörigkeit zu einer Konfession und regionalen Bräuchen.